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Dara's Rückkehr...

Begonnen von Daranan DAshir, 11. November 2007, 16:07:45

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Daranan DAshir

Lang saß er auf dem vermoosten Baumstamm und starrte regnungslos auf das kleine Lagerfeuer. Seine Gedanken schwirrten irgendwo hinter ihm, in einer Zeit, die er längst zurückgelassen glaubte. Eine Zeit voller Hass, Intriegen und Gewalt....

Sein ganzes Leben trachtete Daranan nach Macht, oder Wissen, wie er es oft nannte, wobei dies mehr eine Schönrede war, da er sich nicht den Stumpfsinn und die Schwäche dieses allzu natürlichen, menschlichen Verhaltens, eingestehen wollte. Doch Mittlerweile schien er zu begreifen das dieses Bestreben nicht sein Leben ausfüllen konnte, ausserdem stellte er sich die Frage was "Macht" ist... Ist Macht über das Leben oder sterben anderer zu entscheiden? Oder ist Macht, andere in die Knie zu zwingen, weil man ihnen gezeigt hat, das man stärker ist? - Er wusste keine Antwort.


Durch ein leisen Knacken im Hintergrund wurde er aus den Gedanken gerissen. Alamiert schaute er um sich. Ein leises rascheln, sehr regelmäßig klingend schien sich, aus gegenüberliegender Richtung, auf ihn zuzubewegen. "Wer ist dort?" rief er, eine erhoffte Antwort kam jedoch nicht, auch das rascheln, welches Mittlerweile lauter wurde, schien nicht nachzulassen. Dara wiederholte seine Frage, diesmal jedoch mit mehr Nachdruck und eine Spur ernster. Er blinzelte und kniff die Augen zusammen um durch den hellen Schein des Lagerfeuers, etwas in der Dunkelheit zu erkennen - er sah nichts!
Gerade als Dara versuchte sich zu konzentrieren, konnte er Umrisse in der Dunkelheit ausfindig machen, nicht sehr deutlich aber gerade doch so sehr, das sich das was sich ihm näherte, menschlichen Ursprungs war. Zumindest glaubte er das!

"Entschuldigt bitte, das ich euch erschrocken habe, Daranan...." die Stimme klang männlich sehr alt aber auf irgendeine Art und Weise beruhigend, fast schon bekannt, aber er wusste das er diese Stimme noch nie in seinem Leben vernommen hat. Sie löschte jegliches Misstrauen und Skepsis in ihm aus.
Die Gestalt war nun bis in den Schein des Feuers getreten, sodass Dara eigentlich sein Gesicht hätte erkennen müssen, jedoch war dort wo sich dieses hätte befinden sollen- nichts- zumindest nicts erkennbares.
Nun dochetwas schockiert lies er sich zurück auf den Baumstumpf sinken...es war aber nicht er, der seinen Körper zu dieser Bewegung veranlasste, sondern ER!!

....Die Gestalt, welche ihm Gegenüber stand tat es ihm gleich...

"Weisst du... Es ist lange her das ich einem Menschen ins Gesicht gesehen habe. Jedoch in keinem habe ich soviel Zwiespaltigkeit, wie in deinem gesehen." Daranan blickt ihn nicht verstehend an und wollte etwas sagen, jedoch versagten ihm sein Mund und seine Stimmenbänder den Dienst - er konnte nicht sprechen. Unsicherheit die dazu drohte in blanke Panik überzuspringen, machte sich in ihm breit.
"Beruhige dich, mein Sohn" erklang es kühl. "Ich bin hier um dir Antworten zu geben. Im deinem Inneren bist du ein guter Mensch, Daranan, aber dein trachten nach Macht hat dir deinen  Weg, das ganze Leben lang verwährt! Wir... möchten dir ein Geschenk machen, es liegt nur an dir es zu erkennen und zu ergreifen, bald schon, wirst du Gelegenheit dazu haben!" Die Gestalt machte eine Geste, also ob er ihm etwas zureichen würde, jedoch konnte Dara nichts erkennen oder fühlen, aber er wusste DAS sich etwas verändert hatte. "Zu deiner Frage, Macht... dieses Wort... ihr Menschen tut alles um diese zu erlangen, auf verschiedene Art und Weise, aber die wenigstens von euch erkennen das Macht nicht mehr ist als das was ihr fühlt!....

.. Es gibt viele Mächtige Männer, Könige, Lordschaften, Zusammenkünfte... einige von ihnen haben tausende Soldaten, Gelehrte - Magier- er deutete dabei auf Dara viele sind gefürchtet oder geachtet aufgrund ihrer Grausamkeit oder Bamherzigkeit... Das ist Macht, Daranan. Zumindest wird das von euch Menschen so aufgefasst... -Dara empfand das ihm der letzte Satz bekümmert über die Lippen kam- Ihr Menschen seid so schwach, dabei müsstet ihr das nicht! Weisst du was einfache Männer von Männern, wie ihr sie versteht, unterscheidet? Und was sie größer macht? Der Glaube! Viele Schlachten hat es in der Geschichte der Menscheheit schon gezählt, und sehr viele wurden von denen gewonnen, welche in der Unterzahl waren und schon als besiegt geglaubt wurden... Warum? Sie glaubten an etwas das nicht für sie nicht zu verstehen ist! SIe nahmen es hin, auch wenn es ihnen nicht leicht fiel, aber sie taten es und glaubten von ganzem Herzen daran!...... Sie sind es die Berge versetzen! Einfache Leute die glauben, auch wenn sie nicht verstehen, die ihren Glauben leben und dafür sterben!....     

"Es wird einige Zeit dauern, bis du verstehst Daranan. Aber wenn diese Zeit gekommen ist, fängt für dich ein neuer Abschnitt an und ich weiss das du ihn gut hinter dich bringen wirst!"

Daranan fühlte wie er die Kontrolle über sich wieder erlangte. Er setzte an etwas zu sagen und schloss die Augen, als er sie wieder öffnete war er allein....



...Verwirrt schaute er sich um, rif nach der Gestalt, doch nichts ausser das Zirpen der Grillen und das prasseln der Lagerfeuers war zu hören. Wieder saß er regungslos dar und starrte auf das Feuer,wobei sich seine Gedanken überschlugen. "Was hatte das alles zu bedeuten? Wer war er? Und was war das für ein Geschenk!?!" Er lauschte in sich hinein um vielleicht irgendetwas, das anders war als vorher, zu erkennen.


Die Nacht war vorrüber als Dara die Augen öffnete, aus der Feuerstelle steig noch ein wenig Rauch empor, was ihm sagte das es noch ziehmlich lange gebrannt haben musste. Kurzerhand packte er sein notdürftiges Lager zusammen und zog weiter, tiefer in den Wald hinein. Es wurde immer dunkler, immerweniger Licht drang durch die Wipfel der Bäume. Der Boden wurde immer weicher und ein leicht modrig riechender Duft machte sich breit.
Es kam ihm vor als wäre er schon Tage unterwegs. Irgendetwas trieb ihn, eine innere Stimme schrie in ihm und zwang ihn dazu immer weiter zu laufen und als seine Erschöpfung so groß war und er davon überzeugt war, das wenn er noch einen Schritt machen würde, würde er sofort auf der Stelle tot umfallen, lichtete sich allmählig der Wald und er schuf neue Hoffnung und Kraft.

Er traute seinen Augen nicht, als er den Waldrand erreichte sah er in geringer Entfernung ein Gebäude, ähnlich einer Burg.. "oder einer Festung"? dachte er. Ohne zu wissen warum, lief, nein er rannte Richtung des Gebäudes und als er vor dem riesigen Tor stand hielt er Ehrfürchtig inne....

"Was war das hier? Hier ist weit und breit NICHTS aus welchem Grund wurde hier eine so große Festung aufgebaut worden sein?" Er zog an dem großen klöpfel, welcher sich an dem Tor befand und kurz darauf wurde eine kleine Seitentür, welche ihm aufgrund seiner Überwältigung nicht aufgefallen war, aufgezogen. Ein kleiner, schalschultriger Mann stand vor ihm und sagte mit rauer Stimme: "Tritt ein mein Sohn, du hast sicherlich eine Anstrengende reise hinter dir!" Der Mann in Robe führte ihn durch den schlichten aber nicht gerade kleinen Innenhof in das Hauptgebäude.

"Wir wissen warum Ihr hier seid" sprach der Mönch. Sie hatten sich auf dem Weg in das Gebäude vorgstellt und Daranan wurde erklärt was das hier alles war..... ein Kloster.... ein verdammtes Kloster!!!! dachte Daranan. Und als ob er seine Gedanken gelesen hätte, lächelte ihn kurz darauf der Mönch fast schadenfroh ins Gesicht.




.... Sehr lange war er nun schon hier, er hatte das Leben hier schätzen gelernt, es war einfach, geregelt... Es gab kein Neid, keinen Hass... Jeder hier hatte seine Aufgaben und Pflichten. Alle schienen das Leben hier zu genießen.

Daranan hatte viel Zeit damit verbracht die Lehren der Priester und Mönche zu lesen und zu studieren. vieles was ihm früher über den Glauben und die Götter missviel, schien hier allzu logisch und real zu sein. Langsam begann auch er von dem was dort geschrieben stand überzeugt zu sein, und daran zu GLAUBEN!

Eines Tages kam ein Mönch zu ihm, in die Bibliothek... "Bruder Daranan... Du warst lange hier bei uns, hast viel gelernt und ANGENOMMEN - er sprach dieses Wort auf eine seltsame Art und Weise aus, die Dara nicht sehr gefiel... "Du bist nun einer von uns.. Und es ist Zeit für Dich" Dara errinnerte sich... Seit dem Tag an dem er hier war dachte er nichte mehr an die Nacht im Wald.. doch nun schoss es in ihm auf. "Du wirst nun geweiht, ab diesem Zeitpunkt gilst du als Priester! Nimmst du die heilige Pflicht an? Bete zu den Göttern! Und vielleicht wirst du erhöhrt!" Überzeugt entgegnete er mit der erhofften Antwort!

Einige Wochen, nach seiner Priesterweihung verließ er das Kloster, es zog ihn zurück.. zurück nach Drakovia!

Daranan DAshir

#1
Dara war nun schon einige Zeit wieder zurück in seiner Heimat. Er hatte sich gut eingelebt, musste allerdings feststellen das viele, seiner alten Freunde das Land verlassen hatten oder verstorben waren.
Jedoch traf er auch wieder alte bekannte, was ihn mit Freude erfüllte....

Eines Tages, nach einer langen Nacht und einem guten Frühstück, machte er sich auf den Weg an einen Schrein, welcher sich nördlich von Britain befand, um seinen Pflichten als Bruder der Viere nachzukommen.
Lange Zeit saß er dort und murmelte Gebete in einer Sprache welche nur sehr wenigen Menschen bekannt war.

Eine lange Zeit saß er, in eine Art Trance versetzt, an dem Schrein als ihm plötzlich dunkle Gedanken aufschossen. Es war ein Traum, ein Traum der aber viel zu real erschien!
er stand von einem auf den anderen Augenblick irgendwo zwischen brennenden Häusern und hilflos klingenden Schreien... Klingen, welche sich durch Fleisch schnitten ertönten, dann das dazugehörige dumpfe Aufschlagen eines leblosen Körpers.

Sie waren überall, dunkle Gestalten mit schneeweißen Haaren. Sie schienen sich daran zu ergötzen ihre Opfer zu quälen, ihnen beim sterben zuzusehen!

Dara rannte umher und versuchte die Drow zu hindern, einige male schlug er mit seinem Stab nach einem, doch er traf jedesmal ins Leere. Er beschwor die Götter, ihm die Kraft zu geben diese Bestien niederringen zu können, doch es geschah nichts.... Langsam begriff er, das ihm nichts anderes übrig blieb als dem zuzusehen und zu hoffen, das dies alles möglichst schnell vorbei sein würde!

Als plötzlich eine dieser Gestalten sich in seine Richtung wandt und auf ihn zu maschierte, dabei die lang gebogene Klinge hob und zum Schlag ausholte, traf ihn irgendetwas... etwas das so hart wie ein Stein sein musste, mit einer Kraft bewegt die die eines Ettins gleichkommen musste....

Er spürte wie es ihm schwarz vor Augen wurde und er niedersank, trotz das er alle Kraft aufgewand hatte um gegen die Ohnmächtigkeit anzukämpfen, verlor er diesen Kampf....

.. als er wieder langsam zu sich kam, seine Gedanken sich klärten und er sein Bewusstsein zurückerlangte , öffnete er die Augen und blickte direkt in ein Schadenfroh grinsendes jedoch auch zornig irkendes Nachtschwarzes Gesicht....

"Entschuldigt, wenn ich euch gestört habe" ertönte eine raue Stimme "Aber ihr habt euch unerlaubter Weise in unser Reich verirrt, das mögen wir garnicht!"

Als sich nun seine Gedanken vollends geklärt hatten und auch seine Kraft begann, sich wieder in die Glieder auszuweiten, erkannte er die Gestalt die sich über ihn beugte.
Es war derjenige der sich in seinem Traum auf ihn zubewegte und ihn niederstrecken wollte!! Ungläubig riss er die Augen auf und als ob der Drow seine Gedanken lesen konnte grinste er wieder breit und schadenfroh an.

"Glaubt ihr, eure Göttern empfinden es für gut, wenn ihr an einem SChattenschrein zu ihnen betet?" der Drow blickte ihn mit einem abfälligen Blick an.

Dara rappelte sich langsam und mit einem leisen stöhnen wieder auf. "Was wollt ihr von mir..?"

"was glaubst du wohl, Menschlein, was ich von dir will?!" Zu allem bereit ging Dara in Kampfstellung und schien auf eine entsprechende Geste von seinem Gegenüber zu warten, als dieser plötzlich mit einem schnellen Sprung nach vorn und einen senkrechten Schwertstreich antwortete.

Dara parrierte geschickt die Schläde des Drow und versetzt ihn mit einem, aus einer Drehung entstandenen Stabschlag gegen den Kopf, in eine Art paralyse. Dem Elfen schien es einige Zeit schwarz vor Augen zu sein, denn dieser bewegte sich nicht und er schein alle Mühe zu haben sich auf den Beinen zu halten.

Daranan hatte nun einige Augenschläge lang Luft und versuchte sich mit Hilfe der Götter zu stärken, doch er spürte das die ihm vor einiger Zeit verliehene Macht nichtmehr zustand. Die Götter hatten sich von ihm anbegwandt, sie schienen erzürnt darüber was er getan hatte. Der Drow musste rechtgehabt haben... voller Wut und Angst rannte er auf den immernoch handlungsunfähigen Drow zu.Abermals holte Dara mit aller Kraft  zu einem diagonalen Schlag aus und traf den Elfen am Hals, ein knacken welches von einem fast schon erleichtert klingenden Seufzen begleitet wurde, ertönte und der Drow ging zu Boden.

Still stand er nun vor dem regungslosen Körper und starrte abfällig auf diesen herab... "wie kann das sein, was habe ich getan?" dachte Daranan, als er sich abwand und ihm Wald verschwand...

Fortan würde er sich nichtmehr auf die Kräfte der Götter verlassen können, sondern nurnoch auf sich und seinen Körper....