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Themen - Doktor Mabuse

#1
Ein Bote erreicht mit einem versiegelten Brief Balthazar von Ornstein. Die Stunde ist unangebracht für Besuche, trotzdem klopft er an das Tor seiner Gemächer.



Geehrter Reichsermittler von Ornstein,
Ich muss mich mit einem dringlichen Anliegen an euch wenden. Bitte sucht mich alsbald in der Akademie auf. Verliert bei niemandem ein Wort über unser Treffen und achtet darauf, dass niemand Euch folgt, wenn Ihr mich besucht. Alles weitere werde ich Euch persönlich erklären.

Merdille Vereh

#2
Handel / Fässer für Tränke gesucht
14. März 2011, 13:08:51
*In Britain und Yew wird folgender Zettel ausgehängt*

Feinschmiede von Britain und Yew!

Ich suche Fässer zum Abfüllen von Tränken. Kontaktiert mich, falls ihr solche zum Verkauf anbietet.

*schnörkelhaft unterschrieben*

Merdille Vereh
#3
Anschlagbretter Drakovias / Heilmittel
21. März 2010, 12:10:38
Bürgerinnen und Bürger Britains!

Es entging mir nicht, dass eine Erkrankungswelle in Britain ihr Unwesen treibt. Deshalb erfüllt es mich mit Stolz bekanntzugeben, dass ich Heilmittel gegen diese Krankheiten herstellen kann.
Falls ihr Interesse habt könnt ihr hier eine Notiz anhängen, oder falls Diskretion gewüscht ist könnt ihr mir anders eine Nachricht zukommen lassen.

*säuberlich unterzeichnet:*
Merdille Vereh
#4
Handel / Tränke zu verkaufen!
18. Februar 2010, 19:51:51
*An einigen Anschlagbrettern in Britain sieht man folgendes Pergament:*

Bürgerinnen und Bürger!

Ich gebe hiermit bekannt, dass ich weiterhin verschiedenste Tränke verkaufe. Große Bestellungen nehme ich ebenso an. Bei Interesse hinterlasst eine Nachricht hier, lasst mir eine Nachricht zukommen oder sucht mich persönlich auf. Ich befinde mich meist in der Akademie.

*Schnörkelhaft unterschrieben, mit dem Siegel der Akademie daneben*
Merdille Vereh.
#5
Anschlagbretter Drakovias / Pferd entlaufen!
18. April 2009, 01:03:15
An alle Zähmer:
Mir entlief ein Packpferd im nördlichen Teil Britains. Es hört auf den Namen "Schneeflocke" und in seinem Beutel sind einige Schriftrollen. Ich vermisse sowohl das Pferd als auch den Inhalt.
Derjenige, der mir das Pferd wohlbehalten zurückbringt kann eine Belohnung erwarten.
*säuberlich unterschrieben:*
Merdille Vereh.
#6
Handel / Tränke zu verkaufen.
23. März 2009, 21:46:58
*Eine weiß gekleidete Gestalt, mit einem tief ins Gesicht gezogenen Schlapphut, tritt  ans Anschlagebrett und heftet eine Notiz an*

Bürger und Bürgerinnen Britains!

Ich verkaufe meinen Überschuss an Tränken. Es handelt sich hauptsächlich um höchst wirkungsvolle Stärke- und Geschicklichkeitstränke.
Auf Wunsch kann ich allerdings auch andere Tränke auf Bestellung brauen. Hängt bitte Wünsche und Angebote als Notiz unter diese.


*darunter schnörkelhaft unterschrieben und mt dem Siegel der Akademie daneben:*

Merdille Vereh
#7
Charakter Stories / Brandmal
16. Januar 2009, 01:07:11
Langsam verschwammen die Lettern. Immer weiter näherte sich Merdilles Kopf dem Buch, bis sie die Schrift nicht mehr lesen konnte. Das Reich der Träume hatte sie geholt. Wie lange war sie wach gewesen? Zwei Tage? Drei Tage? War es wichtig? Nein. Gleichmäßiger, jugendlicher Atem pustete über die uralten Zeilen des Folianten. Ein Teil eines Dialogs ging ihr noch durch den Kopf: „Was noch?“, sprach eine (noch) unbekannte Stimme. „Mein Leb…“ der scherzende Unterton in Merdilles Stimme verschwand, als sie die Tragweite  ihrer Worte erfasst hatte. „Leben“ wiederholte sie zittrig.
Rauchige Schwaden benebelten die Sicht. Sie wusste, dass sie nicht im Raum, in dem sie sich jetzt gerade befunden hatte war. Sie rieb die Handballen in den Augenhöhlen. Das heißt...  Merdille wollte es, doch dann merkte sie, dass sie nicht einmal einen Finger rühren konnte. Nichts schien sie aufzuhalten. Nichts, außer die Tatsache, dass ihre Arme Tonnen wogen. Wie ihr gesamter restlicher Leib. Die trüben Sinne wurden ihr langsam klarer. Sie lag auf dem Bauch. Den Biss der Kälte auf ihrer Haut nach zu urteilen hatte sie nichts an. Schwer zu sagen, wenn sich der Kopf kaum noch bewegen lässt und die Augen wie festgefroren sind. Tack, Tack, Tack. Schritte. Mehrere Personen. Sie stimmten ein Singsang an und verteilten sich um sie herum. Kurz hielten die Priester inne. Die Stille zog sich hin. Merdille kam es vor, als ob Stunden vergingen. Natürliich verstrichen nur einige Sekunden.. Schließlich kamen sie näher, begleitet von einem Geräusch, welches herabprasselndem Sand ähnelte. Sie erreichten Merdille. Sie wollte zusammenzucken, als das Zeug ihren Rücken berührte. Hunderte von Schaudern fuhren ihr über den Rücken. Plötzlich fühlte sie einen eisigen Schmerz am rechten Schulterblatt. So eisig, dass es nur enorme Hitze sein konnte. Merdille zappelte und schlug um sich. Allerdings nur in Gedanken. Ihr Körper blieb regungslos. Sie war wie durch dutzende Schnallen an den Boden gebunden, während ihr ein rundes Symbol in die Schulter gebrannt wurde. Allein ihre Augen füllten sich mit Tränen. Die roten Schwaden mischten sich mit schwarzen Explosionen des Schmerzes. Verschmolzen miteinander bis nur noch eine Trübe, dunkle Masse übrig blieb. Die Bewustlosigkeit.

Stark zusammenfahrend wachte sie auf. Ihr Schweiß hinterließ einige dunkle Flecken auf dem Pergament. Der Alb im Traum wirkte irreal. War es tatsächlich so gewesen, oder „schmückte“ ihr Verstand es nur unnötig aus? Genau wusste Merdille nur, dass es... irgendwie so tatsächlich passiert ist: Ein unnötiges Ritual ihrer Heimatinsel. Alle Kinder wurden auf Magiebegabung geprüft. Merdille wusste nicht mehr, auf welchem Wege das geschah. Es war ihr eigentlich auch gleich. Sie wurde geprüft und hatte wohl eine Affinität zur Zauberkunst. Selbst hatte sie davon kaum etwas gemerkt. Ihre Leidenschaft galt sowieso eher dem Tränkebrauen. Es war ihr auch fast gleich. Fakt war aber, dass nur etwa alle dreißig Sommer so etwas wie bei ihr festgestellt wird. Der arkan begabte wird markiert und muss nachdem er zwanzig Lenze erreicht hat die Insel verlassen. Ihr kam es nur recht. Sonst wäre sie womöglich nicht mehr von dem Eiland weggekommen und wäre Fischerin geworden. Dort hätte sie ihren Wissensdurst nicht stillen können.
"Genug geschlafen", murmelte sie bei sich. Ihr trüber Blick sagte allerdings etwas anderes. Sie brauchte noch mehr Schlaf. Ein Lesezeichen legend schloss sie das Buch.
"Morgen war auch noch ein Tag". Mit einem müden Lächeln schlenderte Merdille durch die Tore der Akademie zur Herberge.