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 am: 03. Februar 2017, 10:22:47 
Begonnen von Ylenavei - Letzter Beitrag von Ylenavei
Der Lauf der Welt selbst hatte für ihre junge Liebe zur Zerreissprobe werden sollen. Das Geschehen zwischen den Reichen war von Zwist bestimmt gewesen. Unter den Menschen im Reich Britain hatte sich eine Welle der Abneigung gegen die elfischen Völker ausgebreitet, genährt von religiösen Eiferern, die alles und jeden ausserhalb ihrer Glaubenshierarchie als minderwertig betrachtet hatten. Der König Britains hatte bis zuletzt in Freundschaft zu seinen Nachbarn gehalten, war jedoch unter dem Druck jener, die sich von allem Nichtmenschlichen abzuschotten suchten, zusehends schwächer geworden.

Ein Umsturz war schliesslich unvermeidlich geworden. Es hiess, der König sei schliesslich in geistiger Umnachtung versunken und zwecks der Sicherung der Ordnung aus entthront worden. Doch Ylenavei hatte diese Nachricht nie wirklich geglaubt - nicht zuletzt, weil anstelle von Ordnung noch grössere Unruhe auf die Entthronung gefolgt war. Ein Rat aus Stadtältesten hatte die Regierung des Menschenreiches übernehmen sollen, doch waren mit den Vertretern der verschiedenen Bevölkerungsgruppen auch die Zwistigkeiten, die eben diese spalteten, zusammengekommen, sodass die Menschen sich in ihrer Zerstrittenheit selbst bis zur Handlungsunfähigkeit lähmten.

So war unausweichlich, dass der Rat auch bei den Nachbarn Britains nicht wohl gelitten war. Während die Stimme Yews ihr wichtigstes Ziel - Verständigung zwischen den Völkern - lange nicht hatte aufgeben wollen und den Rat der Menschen immer wieder um Vernunft ersucht hatte, war Gewin als Vertreter Magincias ihm mit offenem Groll begegnet, der nicht zuletzt von wesentlich älterem Unfrieden zwischen den Vertretern beider Völker genährt worden war.

Und als wären Meinungsverschiedenheiten über den Umgang mit dem Rat von Britain nicht genug Last für die junge Verbindung ihrer Herzen gewesen, erschien in jenen Tagen Lasyr von Vesper auf Drakovia, bestrebt, sein einstiges Reich mit Hilfe seiner Nachbarn wieder aufzubauen.

Unversehens hatte Ylenavei sich im schmerzlichsten Zwiespalt ihres Lebens wiedergefunden. Die Kraft der Vielfalt - Verständigung, Zusammenarbeit zwischen den Völkern war das mächtigste, das eine Mittel, um den verderbenden Kräften des Einen Dunklen die Stirn zu bieten, war ihr Weg gewesen, sich ihrer Bestimmung zu stellen, seit sie diese kannte. Wie hätte sie Lasyr von Vesper, der von sich aus Verständigung suchte, nach den fruchtlosen Bemühungen um Britain da zurückweisen können?  Es hatte ihr schier das Herz zerrissen, Gewin durch diese Politik - denn mehr war es nicht, was sie mit dem Herrn von Vesper verband - persönlich zutiefst gekränkt zu erleben. Wie sehr hatte sie darum gerungen, den alten Hass, welchen allein die Namen von Reich und Fürst entfachten, zu besänftigen...

Es war eine unlösbare Aufgabe gewesen. Wie bei so vielen alten Fehden war die Ursache der gewohnten Feindschaft nicht mehr aufzudecken. Und als nach Wochen voll Kummer, Streit und Tränen der Herr von Vesper unvermittelt alle Beziehungen zu seinen waldelfischen Nachbarn aufkündigte, war dies einer unendlichen Erleichterung gleich gekommen.

Ylenavei atmete tief durch, als sie an jene stillen Tage zurückdachte. Die Reiche hatten sich zerstritten, ihre Völker sich hinter ihre Grenzen zurückgezogen. Lasyr war verschwunden, und ohne ihn hatte Vesper sich rasch in sein Dasein als herrenlose Ansiedlung einiger Bauern und Fischer gefügt. Britain war in seiner Lähmung verstummt, und die Geschwister von Yew zogen sich aus der zerstrittenen Welt in ihre Wälder zurück. Und Gewin war fort. Geflohen vor Kummer und Enttäuschung, hatte Ylenavei geglaubt. Und die Stimme ging ihren Weg am Ende doch allein.


In den langen, stillen Jahren, die folgten, hatte die junge Druidin Ylenavei sich um so inniger Allhana, der heiligen Quelle allen Lebens, zugewandt, und Allhana hatte sich als Quell des Trosts erwiesen. Die Ströme des Lebens, das zu bewahren sie sich einst verschrieben hatte, wuschen Kummer und Sehnsucht langsam fort, und die Einsamkeit in ihrem Herzen wurde von der Gewissheit getilgt, dass sie unter Allhanas Geschöpfen niemals verlassen sein würde.

Und an einem Tag des vollkommenen Friedens hatte Gewin plötzlich wieder vor dem Gartentor gestanden. Zurück von einer langen Reise war er voller Hoffnung gewesen, in liebenden Armen ein warmes Willkommen zu finden. Und Ylenavei hatte die Last der vergangenen Jahre endgültig fahren gelassen und dieses wunderbare Geschenk Allhanas von ganzem Herzen angenommen...

Voller Wärme lächelte die Druidin nun, als ihre Gedanken wieder in der Gegenwart ankamen. Dieser wundervolle Tag war im vergangenen Herbst gewesen, und seither genossen sie und Gewin die stillen Wintertage gemeinsam vor dem Kamin in Yew oder an der milderen Luft Magincias, wann immer ihre Pflichten es ihnen erlaubten. Nach allem Leid und Mühen schenkte Allhana ihnen endlich wahrhaft gute Tage. Und ginge es nach Ylenavei, so mochten diese Tage niemals enden.

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 am: 02. Februar 2017, 19:05:54 
Begonnen von Galasha - Letzter Beitrag von Galasha
Sommerbeginn in Yew, alles ist friedlich und dann das, an allen Anschlagbrettern Yews kann man folgendes lesen:

An alle Mitbewohner der Sala Yews: seid erhöht achtsam ob der List und Falschheit der Drow und wendet euch bei Gefahren sofort an die Wachen und Grenzer Yews.
Für alle Wachen: erhöhte Wachsamkeit ab sofort! Es herrscht wie auch sonst Schiessbefehl, sobald sich ein Drow der Sala nähert. Die Grenzer haben feindliche Eindringlinge sogleich abzuwehren.

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 am: 31. Januar 2017, 14:45:51 
Begonnen von Godnob - Letzter Beitrag von Alyssa
Zunächsteinmal besichtigt Alyssa Käfer und Höhlenspalte und macht sich einen Plan, diesen Spalt als nutzbaren Eingang auszuweiten und zu sichern. Rasch und sehr sorgfältig befestigt Alyssa einige Stützbalken im Eingangsbereich des Spalts, der in die Höhle führt aus der sich der vormals verletzte Käfer herausgezwängt hatte, um den Eingangsbereich zu sichern und zu weiten. Dann fügt sie aus Brettern eine Tür ein und beginnt dann dahinter den Stollen weiter in den Berg zu sichern.
Unterrwegs untersucht sie den Naturstein Spaltenweg aus massivem Fels nach Spuren die der Käfer hinterlassen hat um auch auf dem richtign Pfad zu bleiben.
In einer Naturstein Nische macht sie Halt und legt eine Vorratskiste mit Stützbalken und Verstrebungen an und natürlich mit Nahrung und Wasser für Mensch und Tier.
Ein Kühle und ein leicht moderiger Geruch machen sich breit, hier sind irgenwo unterirdische Wasserläufe und modernde Wurzeln, die schon seit Jahrhunderten hier begraben sein mögen. Wer hat diesen Spalt bisher benutz? Wer mag hier unten hausen?
Anhand der am Käfer vorgefundenen Spinnwebenfetzen müssen ja Spinnen irgendwo in der Nähe sein. Merkwürdige Klänge hallen duch den engen Gang, irgenwas saugt und schabt doch da hinter den Felswänden, vermutet sie und befestigt eine Grubenlampe bei jeder Türe.

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 am: 30. Januar 2017, 16:03:20 
Begonnen von Fiona - Letzter Beitrag von Fiona
wie stelle ich einen ofen im haus hin ? Oder kann das nur rein GM?
lg kerstin

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 am: 29. Januar 2017, 11:05:14 
Begonnen von Godnob - Letzter Beitrag von Ylenavei
Kaum erreicht die Taube wieder den Spalt im Felsen, begibt Ylenavei sich daran, einen Durchgang um Haus der sala zu beschwören. Als darin kurz darauf Alyssa und Berta erscheinen, hellt Erleichertung das grüne Gesicht der jungen Druidin auf. Rasch zeigt Ylenavei der Schmiedin den nun ruhenden Käfer und sein Gepäck, und Alyssa bekräftigt ihre Annahme, dass der Besitzer des Tieres wahrscheinlich noch unter dem Berg ist.

Kurz beraten die beiden Frauen, wie sie weiter vorgehen sollen. Unter Tage mochte es eng werden. Andererseits war der Käfer mitsamt Gepäck aus der vor ihnen liegenden Höhle hinausgekommen. So mochten Berta und iama auch hinein passen. Schliesslich hängt sich Ylenavei ihren Bogen über die Schulter und deutet dem Hiryu ihr zu folgen, als sie sich Alyssa und Berta anschliesst. Die Schmiedin zündet eine Laterne an und hängt sie an das Sattelhorn ihres Käfers. Dann wagen sich die vier durch den Spalt in den Berg.

Was werden sie dort wohl vorfinden?

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 am: 29. Januar 2017, 10:22:56 
Begonnen von Godnob - Letzter Beitrag von Alyssa
Mit besorgten Zügen liest Alyssa den Brief von Ylenavei und reibt sich die Stirne. Rasch packt sie einige Notfallsprengladungen, Stützbalken, Schüppen und Verbandszeug zusammen und packt alles in die Satteltaschen ihres Käfers Berta, die sich geduldig wie immer bepacken läßt. In solcher Eile läßt Alyssa ihre Arbeit liegen und eilt zum Haus der Sala von Yew hinbter dem Westtor Britains bei den Marktständen dort.

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 am: 29. Januar 2017, 09:20:10 
Begonnen von Godnob - Letzter Beitrag von Ylenavei
In sichtlich guter Stimmung lässt Ylenavei ihre Blicke umherschweifen, während iama, das Hiryu, auf dessen Rücken die Druidin reitet, gemütlich die Felsflanke entlang trottet. In der Hand hält die junge Druidin ein Notizbuch, immer bereit, einen Eintrag zu machen, sobald sie etwas von Interesse entdeckt. Als ihr Blick jedoch auf das grosse blaue Geschöpf fällt, das unvermittelt aus einem Spalt im Felsen taumelt, ist das Notizbuch rasch vergessen. Noch in einigen Schritt Abstand lässt Ylenavei ihren tierischen Gefährten halten und sich von dessen Rücken gleiten, als der Käfer vor ihren Augen im Schatten der Felsen zusammenbricht.

Sogleich greift sich die Druidin das Notfallbündel, welches sie iamas wegen auf jedem Ausritt mitführt, und eilt die letzten Schritte auf den Käfer zu. Zunächst auf den letzten Metern vorsichtig, tritt sie schliesslich doch eilig an das erschöpfte Tier heran, als sich abzeichnet, dass sich dieses kaum mehr bewegt. Als Ylenaveis kundige Blicke über den löcherigen Chitinpanzer des Käfers schweifen, begleitet Mitgefühl das Erkennen in ihrem Blick. Rasch befreit sie das Tier von seinem Gepäck und verabreicht ihm ein speziell für Tiere zubereitetes Gebräu gegen Schmerzen - und vorsorglich auch gegen Gift, ehe sie sich daran macht, frische Schäden am Panzer zu ordnen und - wo die heilende Kraft der Ströme versagt, zu verbinden.

Erst als der Käfer nach wie vor erschöpft, aber sichtlich enspannter vor ihr im Gras ruht, wendet Ylenavei ihre Aufmerksamkeit wieder dem herumliegenden Gepäck zu. Einige seltsam anmutenden Erzklumpen sind beim hastigen Abnehmen hinausgerollt, und in einer Art Köcher neben einiger Spitzhacken stecken zusammengerollte Pergamente. Als sie die Rollen von Spinnweben befreit und eine davon öffnet, fällt der Blick der Druidin auf die Zeichnung einer Art Holzbogen, der einen Tunnelgang zu stützen scheint. Stirnrunzelnd sieht Ylenavei den Spalt im Felsen an, aus welchem der Käfer gekommen war. Vermutlich war dort noch jemand drin. Doch dem Zustand des Käfers nach war es nur zu wahrscheinlich, dass die Höhle, die hinter dem Spalt liegen mochte, einsturzgefährdet war - zu gefährlich, um sich ohne Wissen über solche Dinge da hinein zu wagen. Andererseits mochte dort drinnen jemand Hilfe benötigen...

Kurz darauf sitzt eine Taube auf dem Sattel des Hiryus und wartet geduldig darauf, dass Ylenavei ihr einen Zettel mit einer eiligen Nachricht am Bein befestigt:

"Werte Alyssa Anibas,
Ich bin auf meinen Streifzügen auf einen verunfallten Riesenkäfer gestossen. Das Tier war mit Erzproben und Mineurswerkzeug beladen und kam aus einem Höhleneingang. Vermutlich ist sein Besitzer noch unter Tage und steckt in Schwierigkeiten. Ich bin mir jedoch nicht sicher ob der Stabilität der betreffenden Höhle und bitte Euch um Eure fachkundige Unterstützung bei der Suche nach dem Besitzer des Käfers. Dessen Zustand nach scheint mir Eile geboten. Begebt Euch bitte mit allem, was Ihr benötigt, zum Haus der sala und sendet mir Nachricht - ich werde Euch einen schnellen Weg hierher durch die Pilze öffnen.
Mit bestem Dank voraus,
Ylenavei Deihlana, Druidin und Stimme Yews"

Sobald der Vogel mit seiner Nachricht bestückt ist, macht er sich eilends auf den Weg in Richtung Britain.

[ooc: Gibt es einen konkreten Unfallort (wenn ja, wo?), oder ist der erstmal nicht so wichtig?]

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 am: 27. Januar 2017, 18:44:07 
Begonnen von Godnob - Letzter Beitrag von Godnob
Voll gepackt krabbelt der Käfer von Cougan in den dunklen feuchten Höhlen. Mit seinen Fühler tastet der Käfer sich vorsichtig vor über Stock und Stein. Kräftezehrend durchstreift er ein dick gewobenes Spinnennetz. Neben kälte und nässe sind auch unheimliche Geräusche zu hören.  Als plötzlich Spinne in der Dunkelheit angreift, es kommt zu einem kurzen Kampf. Dabei verliert der Käfer einige Gepäckstücke vom Rücken. Geprägt mit blutigen Narben und einigen Spinnen bissen geht der Käfer dem Kampf als Sieger hervor. In wilder Flucht hastet der Käfer dem Höhlenausgang entgegen. Doch zu allem Unglück folgte ihm, ein schwer atmendes, schlurfendes "Etwas". Am Ausgang der Höhle, bei Tageslicht und frischer Luft, scheint der Käfer auf den beinen zu wanken. Er durstet nach Rast und Heilung - beim nächsten Kontakt mit wem auch immer, knickt der Käfer vor Erschöpfung zusammen.

[*Vor euch liegt ein Käfer welcher mit Narben und Spinnenartigen bissen geprägt ist, er hat viel Gepäck geladen von seltenen Gesteinen aus der "Höhle", zudem sind unerkenntlich  Gegenstände von Cougan im Gepäck vom Käfer. Wer genauer beobachtet erkennt  neben Spinnweben, auch diversen Zeichnungen welche auf das tragische Ereignis Hinweisen in der Höhle.*

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 am: 27. Januar 2017, 11:25:47 
Begonnen von Godnob - Letzter Beitrag von Alyssa
Ahnungslos all desssen ist Alyssa nun mehr seit einigen Tagen mit dem Aufbau einer neuen Schmiedeunterkunft für Cougan, dem Jungmeister und auch noch für einige andere länger abwesende Schmiedelehrlinge beschäftigt.
Zwar drücken sie die Sorgen, wo Cougan und die anderen sind, doch sie ist guter Hoffnung mit dem Aufbau der neuen Schmiedeunterkunft beschäftigt. Lange lange schon ist der Erztransport für Cougan vorbereitet. Extra dafür hatte sie noch drei zusätzliche Gamane erworben. Nun ist der Weg kürzer, denn die neue Schmiedeunterkunft wird direkt neben dem Gebirgspass nach Yew hinüber sein. Auch der alte Tunnel nach Minoc befindet sich dort. Voller Vorfreude ist Alyssa mit Ausmessen des Grundstücks und Baugrundrissen beschäftigt.

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 am: 27. Januar 2017, 10:56:43 
Begonnen von Godnob - Letzter Beitrag von Godnob
Die Lage scheint aussichtslos, Die Gefahr in der kalten dunklen Höhle, ist allgegenwärtig.
es ist kalt und der Wind zischt unheimlich über das Kantige Fels gestein.

Mit schwerem Atem liegt Cogan eingeklemmt zwischen zwei Felsen. Geplagt vom drückendem Schmerz versucht er sein eingeklemmtes Bein zu befreien. Cougan kämpft dagegen an, aber die Lage scheint aussichtslos, der schmerz im Bein ist unerbitterlich böse. Soll seine trügerische expedition hier zwischen diesem Geröll enden? Cougan fühlt sich verfolgt vom Pech der Götter, seine verzweiffelten Hilferufe hallen durch die dunklen Höhlen. Nur noch die Fackel spendet das letzte Licht, der letzte trost bevor seine Seele den Körper verlassen wird. Er wendet sich seinem treuen gefährten zu, ein Pack-Käfer, löst dessen Zügel und lässt das Tier frei. Das Tier flüchtet quitschend aus Höhle voll bepackt mit seltenen Steinen und Mineralien. Eine letzte Träne rollt über die Wange von Cougan runter.

Die Kraft verlässt den verblassten Cougan, nur noch ein Heiltrank hält Ihn knapp am Leben. Wird es hier nun Enden?

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