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Friida

Begonnen von Friida, 26. Dezember 2013, 16:22:33

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Friida

Friida Silbererz saß vor einer Mine auf einem Stein, in der einen Hand einen Apfel, in der anderen ein Messer mit dem sie bedächtig Scheibe für Scheibe vom Apfel abschnitt um diese genüßlich zu essen. Sie genoß dieses einfache Mahl genauso wie sie alle anderen einfachen Dinge genoß wie frische Luft, Licht und keine Schmerzen zu haben.

In Friidas Leben war nie etwas wirklich einfach gewesen. Sie wuchs bei Dunkelelfen auf als Sklavin und hatte zuletzt als kleines Kind einen anderen Zwerg gesehen. Sie rief sich immer wieder auch die kleinste Erinnerung ins Gedächtnis, damit sie niemals etwas vergaß, nicht von ihrem Volk und nicht von ihren Eltern, die unter der Folter der Dunkelelfen gestorben waren. Sie selber wurde verschont und von frühester Kindheit an, immer wieder in die Minen geschickt um in besonders schwer zugänglichen Schächten nach besonders wertvollen Steinen zu suchen.
Dies schien ihre Bestimmung, sie kannte nichts anderes und wäre sie nicht eines Tages auf dem Rückweg zu ihrer Schlafkiste an zwei Dunkelelfen vorbei gekommen, die einen sich wild wehrenden Zwergen hinter sich her schliffen, der unentwegt brüllte, dass sie das bereuen würden und sie schon bald seine Axt und die Äxte seines Volkes spüren würden, sie wäre vielleicht für immer da geblieben. So klangen immer wieder die Worte in ihr *die Äxte meinbes Volkes*. Er war ein Zwerg, also war es auch ihr Volk? Sie grübelte wochenlang darüber nach, ob sie wohl irgendwo ein Volk hatte, ihr Volk. So sehr sie sich bemühte zu ihrer alten Gleichmütigkeit zu finden, es gelang ihr nicht. Obwohl sie kein anderes Leben kannte als am tage in den engen Schächten zu kriechen und des Nachts in einer Holzkiste zu schlafen, erfüllte eine tiefe Sehnsucht ihr Herz. Die Sehnsucht nach einem leben dass sie gar nicht kannte. Da sie ihre ganze Kindheit in den unterirdischen Verliesen verbracht hatte und so wie die Steine einfach für alle zum normalen Bild gehörte, machte sich niemand die Mühe sie besonders zu bewachen. So konnte sie eines Tages etwas Brot in ein geknotetes Tuch legen, dass an ihrer Spitzhacke hing, die wiederum auf ihrer Schulter ruhte, während sie zielstrebig schnellen Schrittes das gebiet der Dunkelelfen verließ. Man hätte sie für eine ganz normale kleine Zwergin halten können, wenn da nicht der Eisenring an ihrem Hals gewesen wäre.

Friida wanderte lange und schaute sich voller Staunen die Welt an. Sie mied die Gesellschaft von anderen Lebewesen, bis sie eines Tages vor einer Mine eine andere Zwergenfrau traf. Balindiil die Ahnenwächterin lehrte Friida vieles über Zwerge und dort hörte Friida auch zum ersten Mal von Minoc. Dort gab es laut Balindiil Zwerge. Friida hatte nun ein Ziel und dieses Ziel hieß Minoc. Sie wollte andere Zwerge treffen und endlich eine Heimat finden.