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Der letzte Hinweis

Begonnen von Malawin, 21. Januar 2014, 18:57:44

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Malawin

Eine stürmische Frühlingsnacht in Britain. Schallender Donner rauscht durch die Straßen und der Regen prasselt in Mengen hernieder. Trotz der späten Stunde, brennt Licht im Quartier von Malawin Ascaria, dem neu ernannten Hauptmann der Wache.

Er sitzt in seinem gepolsterten Stuhl vor dem Schreibtisch. Darauf ausgebreitet finden sich mehrere Bücher, ein paar Karten und Schriftrollen. Kerzen versammeln sich um das Papier und schenken dem Lesenden ihr Licht. Immer wieder nimmt er eines der Schriftstücke in die Hand, liest etwas, schaut auf eine der Karten, hält inne und überlegt. Hastig beugt er sich nach vorn und zurück, fasst sich an den Kopf und grübelt.
Die Hinweise, alle Hinweise, sie führen ins Nichts. Schon seit dem Winter wurde niemand mehr ermordet. Ist der Mörder verschwunden? Ist er gar tot? Oder hat er sich verkrochen? Doch wo? Fragen über Fragen gehen den Hauptmann durch den Kopf.

Alles was er fand, war der Hinweis auf Gift bei den letzten Ermordeten. Stammt es von den Fröschen? Die Frösche sind nahe dem Ort namens ,,Doom" beheimatet. Und dort in der Nähe hat eine treue Bürgerin merkwürdige Höhlen, keineswegs natürlichen Ursprungs, entdeckt. Auch die letzte Tote wurde dort gefunden. Ein Hinweis? Oder nur Hoffnung auf ein Ende des Mörders? Falls sich das Gift als Gift des dort lebenden Frosches bewahrheitet, so deutet alles auf die Höhlen hin. Er beugt sich über die Landkarten, welche den genauen Ort der Höhlen verzeichnen. Als er davon aufschaut, will er abwarten. Das Ergebnis der Leichenuntersuchungen wird Aufschluss geben.

Nev

#1
Eine stürmische Frühlingsnacht in Britain. Schallender Donner rauscht durch die Straßen und der Regen prasselt in Mengen hernieder. Ein Regentropfen schlägt gegen das Fenster zur Hauptmannsstube. Bedrückend langsam kriecht er die Scheibe hinab, durch die eine verzerrte Karikatur eines nachdenklichen Hauptmanns zu erkennen ist. Am Fuße des Fensters sickert der Tropfen durch einen porösen Stein ins Gemäuer, sinkt an schlafenden Wachen vorbei, immer weiter hinab. Schließlich zwängt er sich durch einen Spalt und kommt an der Decke über einem Schreibtisch im Keller der Kaserne zur Ruhe.

Im forensischen Labor sitzt Balthazar von Ornstein über ein Stück Papier gebeugt, eine Feder in raschen, zackigen Bewegungen über das Papier führend. Ab und an unterbricht er den Vorgang, taucht den Federkiel mit mechanischer Präzision in das beistehende Tintenfass, wischt den Überschuss an Tinte ab und setzt seine Arbeit fort. Vor Ihm ausgebreitet liegen Protokolle, Berichte und Beweismittel zu den Mordfällen. Ein Einmachglas  dient als Briefbeschwerer. Das vergilbte Etikett verrät, dass es sich bei dem schleimigen Etwas in dessen Innern um die Haut eines Pfeilgiftfrosches handelt - der letzte Hinweis.

Ein Regentropfen löst sich von der Decke und schlägt mit kaum hörbaren Platschen auf dem Papier auf. Die Tinte verwischt leicht und eine Zornesfalte bildet sich im Gesicht des Ermittlers. Energisch tupft er das Wasser ab und lässt seinen Blick durch den Raum fahren. Frische Laken bedecken die Untersuchungstische. Darauf liegt blank geputzt und ordentlich aufgereiht das Operationsbesteck. In der Ecke, in der sich noch vor Wochen die Särge der Verstorbenen auftürmten, klafft nun gähnende Leere. Kaum etwas erinnern noch an die Mordfälle.

Schließlich wirft Balthazar einen Blick über das Schriftstück und legt es auf den Stapel der restlichen Berichte. Sie alle landen schließlich in einem Ordner. Er wird später in einem Regal zwischen identischen Ordnern verschwinden. Sein Einband trägt die gleiche Nachricht, wie all seine Klone auch.


Status: Ungelöst.

Malawin

Roland Weidewind, der Priester der Viere, hatte soeben das Wachhaus nach einem Gespräch mit Malawin Ascaria, dem jungen Hauptmann verlassen. Beide waren sich einig. Die Opfer des Mörders von Britain müssen beerdigt werden.
Nachdenklich setzt sich Malawin an seinen Tisch. Er breitet ein leeres Blatt Papier aus und grübelt. Wie soll er beginnen? Wer kann die Gräber ausheben? Doch dann fällt ihn nur eine Person ein, die er für geeignet genug hält, um ein würdiges Grab auszuheben, Alyssa Anibas, die Schmiedin und Vertraute des Hauptmanns.
Malawin zückt die Feder und setzt ein Schreib an Alyssa auf. Darauf steht folgendes geschrieben:

Werte Alyssa,

ich bitte euch, mir und den armen Opfern des Mörders von Britain einen Dienst zu erweisen. Ich möchte, dass ihr Gräber für die Toten aushebt. Sie müssen tief sein, auf Anordnung von Roland Weidewind, einem Priester. Er wird die Toten dann beerdigen und ihnen den letzten Segen der Viere erweisen. Ich sprach bereits mit ihm. Falls ihr Hilfe benötigt, dann werde ich euch auch zwei meiner Männer zur Hilfe stellen. WIr benötigen ungefähr zwanzig Gräber an der Zahl, damit die Opfer endlich Ruhe finden können.
Bitte sendet mir eine Nachricht, ob ihr diese Aufgabe übernehmen wollt.



Hochachtungsvoll
Malawin Ascaria


Anschließend steckt er die Feder weg, rollt die Nachricht zusammen, träufelt wachs darauf und drückt mit Hilfe seines Rings sein Siegel hinein. Er atmet einmal tief durch, eher er sich erhebt und die Nachricht persönlich bei Alyssa in den Briefkasten wirft. Dann kehrt er zurück zum Haupthaus und widmet sich wieder seinen Aufgaben als Hauptmann

Alyssa

Warm scheint die Sommersonne ducth ein paar Wolkenschleier, als der Bote Alyssa den Brief übereicht.
Behutsam trägt sie ihn auf ihre Stube hinauf und macht es sich in ihrem Lesesessel bequem. : als sie das Siegel als Malawins erkennt, öffnet sie mit ihrem Dolch sanft lächelnd. Doch ihr Blick verfinstert sich , als sie den Brief liest von Zeile zu Zeile.
Schliesslich knüllt sie ihn zusammen und wirft ihn zum Feuerholz.

Mit klarer sauberer Schrift verfasst sie folgende Antwort:

Sehr geehrtet Hauptmann Malawin,
selbstverständlich hebe ich euch die 20 Gräber aus! Es ist mir eine Ehre dies zu tun, sollen doch die faulenden Gebeine der Bauern endlich ihre Ruhe finden und ichhofffe sehr, das Roland Weidewind mit seinen Gebeten weiteres Unheil abwenden wird, so das nicht gar noch böse Geister von dem Modergeruch angelockt sein mögen.
Die 20 Gräber hebe ich SOFORT aus!  Ich mache sie 6 Fuss tief!
An wen darf ich die Rechnung für die Erdarbeiten ausstellen?

Mit freundlichen Grüssen und meiner Hochachtung!
Alyssa Anibas

Malawin

Malawin begleitete Alyssa zum Friedhof. Gemeinsam planen sie den Ort der Gräber und suchen einen geeigneten Platz. Als sie ihn endlich fanden, gibt Malawin ihr die Anzahl der Gräber durch. Vierzehn sollen es werden und Alyssa beginnt ihre Arbeit. Vierzehn sind es geworden. Eifrig hatte sie ihre Arbeit abgeschlossen. Anschließend werden breits die ersten Grabsteine herangeschafft und den Gräbern zugeordnet.

Nach getaner Arbeit gehen beide zum Haupthaus wo die Leichen noch in den Untersuchungsräumen liegen. Einige sind in einem Sarg, andere liegen nur da und ein paar sind gar unvollständig und verstümmelt. Ein grauenerregender Anblick. Malawin holt weitere Wachen herbei und gemeinsam tragen sie die Leichen zum Friedhof. Sie legen jedes Opfer sorgfältig in ihre Ruhestätte, dann ziehen die Wachen ab. Der Hauptmann nickt zufrieden, dann beginnt bereits Alyssa die Leichen zuzuschaufeln.

Es dauert nicht lange und die Schmiedin ist wahrhaftig sehr geschickt. Doch obwohl dies alles zügig von statten ging, neigt sich der Tag dem Ende und die Sonne rückt ihrem Untergang entgegen. Der Hauptmann wirkt ernst und gefasst, aber dennoch kann er nicht verbergen, dass ihm zwei junge Mädchen offenbar nahe gehen. Er geht etwas abseits und pflückt eine Blume. Vor dem Grab der Mädchen bückt er sich dann und steckt die Blume in das frische Grab.
Er spricht leise die Worte: "Ruht in Frieden!"
Voller Bedauern neigt er sein Haupt, doch der Priester naht und so erhebt er sich nicht viel später.

Eine merkwürdige Verzögerung, ein unheimlicher Vorfall. Doch dann sind Roland Weidewind, Alyssa Anibas und Malawin Ascaria als einzige zur Beerdigung gekommen. Roland, der Priester spricht einige Worte. Er segnet die Gräber, treufelt Weihwasser. Die anderen beiden lauschen mit gesenktem Kopf nur schweigend seinen Worten. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages erreichen sie und die Gräber. Doch wie sie schwinden, so wenden sich auch die drei ab, zögerlich und doch ergriffen. Mögen die Opfer in Frieden ruhen!