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Autor Thema: In den Tunneln von Wind...  (Gelesen 1269 mal)
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« am: 08. Dezember 2016, 10:26:33 »

In den Tunneln von Wind herrscht reges Treiben. Mit Spitzhacken, Schaufeln und Eimern bewaffnet, kämpft sich ein Sklavenheer unter den wachsamen Augen der Aufseher durch das Geröll, welches die eingestürzten Tunnel versperrt. Ein polyrhythmisches Gewirr aus Ächzen, Werkzeugen, die auf Stein treffen und dem Knallen der Peitschen gibt den Takt an.
Gronara, die Sklavenmeisterin Winds betrachtet das Geschehen zufrieden und wirft erneut einen Blick auf das kurze Schreiben:

Nehmt ein dutzend eurer besten Sklaven und macht euch daran, die Tunnel ausserhalb unserer alten Stadt freizulegen. Der Preis spielt keine Rolle. In einer Woche werde ich euren Fortschritt begutachten.

Nerevarh Duskryn

Jähzornig zerreist sie das Papier. Was diesem Männchen einfällt, sie in diesem Ton anzusprechen. Der Preis spielt keine Rolle Der Narr und seine Brut werden noch für Generationen in ihrer Schuld stehen. Mit zufriedenem Grinsen lässt sie ihre Peitsche knallen. Der Mensch zuckt zusammen, bleibt jedoch beständig. Eine blutige Strieme zieht sich seinen Rücken hinab.
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« Antwort #1 am: 16. Dezember 2016, 10:54:13 »

Auszug aus den Logbüchern der Freihebung des Tunnelsystems um Alt-Wind:

Tag 3
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Fortschritt:
   2 / 5 Tunneln freigelegt.
   2 / 5 Tunneln ausgebaut.

Kommentar:
Arbeiten gehen gut voran. Zwei Sklaven an Erschöpfung verschlissen. Client ist bereit für Verluste aufzukommen, fordert aber Reduktion des Tempos Zwecks Verschleißminderung. Schlafdauer wird auf 5 Stunden täglich erhöht, Ruhezeit auf 2 Stunden täglich erhöht, sowie 1 Stunde je 2 volle Arbeitstage.
   
Ressourcenübersicht:
   28 / 30 Sklaven intakt.
      (+ 2 Sklaven ansetzen.)
   
   3 / 3 Aufseher intakt.
   
   146/146 Stützbalken intakt.
   (26/146 verbaut.)
   
Verschleiß:
   -2 Sklaven.
   -1 Spitzhacken.
   -1 Tragekörbe.
   -4 Schaufeln.
   
Zusatzleistungen:
   + Sklaven (menschlich, mittlere Qualität): 200 + 50 (Dringlichkeitszuschlag) Goldstücke pro Tag pro Kopf
      = 250 * 5 Tage (pauschale) * 2 (Anzahl)
      = +2500 Goldstücke
   
   + Verlustkompensation: (Durchschnittliche Verschleißzeit - Gebrauchszeit) * Wert * Anzahl + Verlustzuschlag
      = ( 36 - 8 ) Tage * 200 (menschlich, mittlere Qualität) * 2 Sklaven + 2500 Goldstücke
      = 12.900 Goldstücke
      
   + Arbeitsmittelersatz: 150 Goldstücke pro Tag
      = 150 Goldstücke
      
   -----------------------------------------------
   Offene Leistungen:
      + 15.550 Goldstücke

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« Antwort #2 am: 21. Dezember 2016, 21:28:29 »

Der Klang von Metall auf Stein erfüllt die Luft. Der Höhlengang ist voller Spitzhacken, Eimern, Hämmern und Schaufeln. Ein Sklavenheer zwingt dem Stein den Willen seiner Meister auf und kämpft sich durch den Fels. Schwere Holzpfeiler und -gerüste halten den Berg davon ab, die Arbeiter unter sich zu begraben(, wie er bereits zwei Mal zuvor). Fluoreszierende Kristalle spenden dimmes Licht, gerade genug für die Sklaven, um sich in der Dunkelheit orientieren zu können, mehr als genug für ihre Wärter.

Einer der Kristalle, einzigartig und unscheinbar wie jeder andere, verliert almählich seine Leuchtkraft, ohne dass irgendjemand dies bemerkt. Ein Beobachter wäre bald verwundert, darüber dass nicht der Kristall zu verblassen scheint, sondern vielmehr dass Licht um ihn herum zu verschwinden scheint. Der Raum scheint seine Tiefe zu verlieren und ein Oval aus Unlicht bildet sich an der Höhlenwand. Es wabert in regelmäßigen, ruhigen Wellen, bäumt sich langsam auf und ragt in den Raum hinein, bläht sich auf und sondert lautlos eine schwarze formlose Masse ab. Die Masse bewegt sich immer rascher werdend auf die Sklaven zu. Auf ihrem Weg verdichtet sie sich und nimmt Gestalt an. Der Unterkörper einer Spinne, auf dem der Oberkörper eines Dunkelelfen sitzt. Wo sonst Hände wären, ragen giftbewährte Speere aus den Armen, wo sonst zwei Augen wären, sitzen acht und fixieren die Rücken eines Sklaven. Ungläubig starrt er auf den Pfahl, der aus seiner Brust ragt.
Wildes Getrampel und panische Schreie erfüllen die Luft. Immer mehr der schwarzen Blasen quillen aus dem schwarzen Oval und gebähren neue Abscheulichkeiten, eine bizarrer als die andere. Ein Drow mit drei Spinnenköpfen, eine Spinne, die auf Drowarmen läuft - die Kreaturen scheinen als hätte ihr Schöpfer wahllos Drow und Spinnen auseinandergerupft und wahllos wieder zusammengenäht. Sie fallen unerbittlich über die in schockstarre verharrenden Lebewesen im Schacht her. Eine Drowspinne umklammert einen Sklaven mit ihren vier Armen und rammt ihre Spinnenkiefer in ihr kreischendes Opfer. Einige der Wächter fassen Mut und feuern ihre Armbrüste. Augenblicke später liegen ihre leblosen Körper auf dem kalten Höhlenboden. Die verbleibenden Drow überlassen die Sklaven ihrem Schicksal und ergreifen die Flucht. Das grausige Schauspiel geht unterdessen weiter.

Plötzlich halten die Monstrositäten ein. Wie Äste im Wind, wiegen sie hin und her, ihre panisch davonlaufende Beute ignorierend. Sie schreiten im Gleichschritt zurück zum Oval und verschwinden in der unnatürlichen Dunkelheit. Das Portal schließt sich.
Es ist still in den Tunneln von Wind. Der Boden ist übersät mit verwaisten Werkzeugen und leblosen Körpern.
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